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Wir stellen uns eine Gruppengröße von mindestens 40 bis 50 Menschen vor. Das ist keine feste Vorgabe, eher eine Orientierung. Diese Größenordnung lässt auf der einen Seite persönliches Kennenlernen und eine verbindliche Gemeinschaft zu; auf der anderen Seite gibt uns diese Größe die Freiheit, dass nicht alle mit allen in enger Beziehung leben müssen. Für uns ist das Leben in einer Großgruppe geeignet, um politisch und gesellschaftlich Einfluss zu nehmen. Eine Großkommune ist eine gesellschaftlich relevante Alternative zu den derzeit gängigen Lebensmodellen. Ihre Struktur weist eine hohe Stabilität auf, da sie relativ unabhängig von einzelnen Personen ist und sich unserer Meinung nach besser als andere Lebensformen auf die Herausforderungen der Zukunft einstellen kann. Ø Die Lebenszusammenhänge lassen eine Vielfalt an Beziehungen zu. Wenn Veränderungen anstehen, sei es im Arbeitsbereich, in der Wohngruppe oder innerhalb einer Paarbeziehung, braucht es Freiraum und Möglichkeiten, so dass Einzelne nicht gleich das Projekt verlassen müssen. Ø Durch eine Vielzahl an Arbeitsbereichen wird ein Maß an Autarkie erreicht, das die ökonomische Abhängigkeit der Gruppe vermindert. Die Vielfalt wird den unterschiedlichen Interessen und Neigungen der KommunardInnen gerecht. Ø Ein kriselnder Arbeitsbereich kann leichter von anderen aufgefangen und neue Bereiche können einfacher aufgebaut werden. Ø Eine Großgruppe kann umweltfreundlicher konsumieren und ökologischer einkaufen. Viele Dinge des Alltages können gemeinschaftlich angeschafft und genutzt werden. Ø Die Gruppe kann sich politische Arbeit, Weiterbildung und andere Tätigkeitsfelder leisten. Ø Eine Großgruppe kann Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Weggang einzelner Mitglieder besser verkraften. Ø Um einer Vielfalt von persönlichen Lebensentwürfen und Wohnformen Raum zu geben und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können, braucht es eine gewisse Gruppengröße. Ø Die Kinder wachsen mit einer Vielfalt von Menschen verschiedener Generationen auf und erleben vor Ort eine bunte Mischung von Lebenszusammenhängen und Arbeitsfeldern. Außerdem erhalten sie die Chance, ein solidarisches, liebevolles Miteinander mit anderen Kindern und Erwachsenen zu erleben. Wir wollen eine Gemeinschaftskultur entwickeln, die einen menschen- und umweltgerechten Lebensstil ermöglicht. Der Anfang dafür liegt bei uns selbst. Wenn wir uns unserer eigentlichen emotionalen Bedürfnisse bewusst werden und die Bereitschaft zur Veränderung mitbringen, dann kann sich z.B. unser Konsumverhalten wandeln. In der Überzeugung, dass wir viel erreichen können, möchten wir unseren Alltag verschönern und erleichtern, sowie unser Leben lebensfroh und kreativ gestalten. Wir wollen miteinander wachsen und uns weiterentwickeln. |
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Letzte Aktualisierung: 15.02.05 HP:www.kommfrei.de email: KommFrei@gmx.de