KommFrei e.V. Großkommune Gründungsgruppe

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Inhaltsfreies Layoutbildchen Wie wir auf den Punkt kommen

Begriffserklärung und Methoden

Folgende Methoden haben sich im Laufe der Zeit auf unseren Treffen immer wieder bewährt:

Um zu sehen, wo der/die Einzelne steht und um Neue zu begrüßen, führen wir am Anfang eines Treffens immer eine Begrüßungs- und Befindlichkeitsrunde durch, wobei es jeder/jedem selbst überlassen ist, was und wie viel er/sie erzählen möchte. Am Ende eines Treffens machen wir dann noch eine Abschlussrunde, um das Treffen zu reflektieren.

Meistens bearbeiten wir die Themen, die uns wichtig sind, in Kleingruppen. In den Kleingruppen werden Entscheidungen vorbereitet und darüber Protokoll geführt. Wie die Kleingruppen arbeiten, bleibt ihnen selbst überlassen.

Im Plenum wird die Kleingruppenarbeit vorgestellt und es werden Entscheidungsvorschläge verabschiedet. Falls sich im Plenum zeigt, dass es noch Diskussionsbedarf gibt, wird weiter in der Kleingruppe zu diesem Thema gearbeitet, bis ein konsensfähiger Entscheidungsvorschlag vorliegt, der wiederum im Plenum verabschiedet werden kann.

Bei sehr kontroversen Themen benutzen wir gerne die Kioskmethode. D.h. einzelne Menschen, die sich mit einem Thema beschäftigen, stellen sich im Anschluß an ein Plenum in eine Ecke des Raums. Andere, die Anmerkungen dazu machen wollen, teilen diese mit. Die Anmerkungen werden aufgenommen und in einen neuen Konsensvorschlag eingearbeitet. Durch dieses Vorgehen vermeiden wir langwierige kontroverse Diskussionen im Plenum ohne dass die verschieden Gesichtspunkte verloren gehen.

Im Plenum haben sich einige Techniken herauskristallisiert, welche die Kommunikation, die Diskussion und die Entscheidungsfindung in unserer Gruppe erleichtern. Wir arbeiten mit Moderation, die von der Vorbereitungsgruppe übernommen wird. D.h. sie führen die Diskussionsleitung, achten auf den Zeitplan, führen ggf. die Redeliste, versuchen, die Gruppe auf den Punkt zu bringen oder sie suchen andere dafür, die diese Aufgaben übernehmen.

Manchmal arbeiten wir im Plenum mit dem „Fishbowl“. Hierfür werden 5 Stühle in die Mitte gestellt, von denen immer einer frei bleiben muss Nur die Menschen, die in diesem Stuhlkreis sitzen, dürfen reden. Wenn also 4 Leute in der Mitte sitzen und es kommt jemand dazu, muss einer der 4 den Platz frei machen (funktioniert ganz gut). Der „Fishbowl“ erleichtert die Diskussion in der großen Runde.

Manchmal haben sich auch Pausen als hilfreich erwiesen (selten haben wir den Redestab benutzt, da es bei uns auch so gut funktioniert). Bei Meinungsbildern kommt immer etwas Bewegung in die Gruppe. Es gibt eine Ja- und eine Neinecke im Raum (“vielleicht“ liegt in der Mitte), wir ordnen uns entsprechend unseren Vorstellungen zu.

Außerdem arbeiten wir mit Handzeichen, wobei wir eigentlich nur drei verwenden:

Ø    Handheben, was man ja aus der Schule kennt

Ø    „Technical Remark“, d.h. beide Hände bilden ein „T“, was bedeutet, dass der-/diejenige sofort dran kommt, denn es handelt sich um einen Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise im Plenum

Ø    Hände nach oben wedeln zur Zustimmung (wird gerne von uns eingesetzt).

Das Forum ist eine Möglichkeit in einem geschützten Rahmen Gedanken, Gefühle auszudrücken, sich der Gruppe mitzuteilen (keine vertraulichen Informationen dringen nach "außen"). Beim Forum können verschiedene Rollen eingenommen werden. Wir sind Teil der Gruppe, die im Stuhlkreis sitzt und die "Bühne" begrenzt, eine Person agiert auf dieser Bühne mit ihren Gedanken und Gefühlen, die Leitung (zwei Menschen) unterstützt durch Fragen die agierende Person. Sie können Hinweise geben, wie das Ziel erreicht werden könnte oder sich abzeichnende Problemlösungen ansprechen und aufzeigen.

Die Gruppe widmet ihre gesamte Aufmerksamkeit der Person in der Mitte, die ihre Gefühle und Gedanken verbal oder durch Körperausdruck zeigt. Eine Situation kann z.B. theatralisch überspitzt oder auch stumm pantomimisch dargestellt werden. Es wird in den Kreis der Anwesenden geredet und agiert, die nicht direkt angesprochen werden und auch keine Unterstützung signalisieren sollten. Mit Applaus endet die Darstellung für den Mut der agierenden Person.

Der "Spiegel", für den die Leitung dann die Bühne frei gibt, ermöglicht es den Gruppenmitgliedern nacheinander die "Bühne" zu betreten und ihre Eindrücke vom Auftritt widerzuspiegeln, wie sie die Person empfunden haben. Die Leitung schließt auch dann den Spiegel und gibt die "Bühne" frei für die nächste Darstellung. Das Forum ist eine sehr schöne Form des Kennenlernens und Verstehens.

Seit letztem Jahr beschäftigen wir uns mit der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg, auch Giraffensprache genannt. Die Giraffe ist das Säugetier mit dem größten Herz. Außerdem hat sie sehr feine Ohren und einen langen Hals, der es ihr ermöglicht, den Überblick zu behalten. All diese Qualitäten sindn wichtig für eine einfühlsame Kommunikation. Statt einer Sprache, die voll ist mit Urteilen, Vorwürfen und Schuldzuweisungen üben wir in der GfK, auf die Gefühle und Bedürfnisse zu achten, die dahinter stehen – sowohl die eigenen als auch die des Gegenübers. Das ist in Konfliktsituationen oft leichter gesagt als getan – verhilft uns aber zu einem klaren, verständnisvollen Umgang, den wir als Basis für unser Zusammenleben entwickeln wollen.

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   Letzte Aktualisierung: 15.02.05  HP:www.kommfrei.de  email: KommFrei@gmx.de